eMail an Sternzeit (Deutschlandfunk)

eMail an Sternzeit (Deutschlandfunk)

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte Sie auf einige unkorrekte Darstellungen in dem von Ihnen im Internet veröffentlichten Manuskript der Rubrik Sternzeit vom: 7.10.2002 aufmerksam machen (Titel: Ein verlorenes Mitglied des Tierkreises).

Als Laien wird es Ihnen wahrscheinlich nicht bekannt sein, dass der Begriff Sternbild etwas anderes bedeutet als der Begriff Tierkreiszeichen. Der Autor des Artikels kennt diesen Unterschied sehrwohl, da er beide Begriffe korrekt benutzt. Schade ist nur, dass er dem Leser den Unterschied nicht erklärt und ihm sogar weismachen möchte, die Tierkreiszeichen wären falsch festgelegte Sternbilder. Dies ist keineswegs der Fall, und auch heute noch sind die Grenzen der Tierkreiszeichen inernational gültig. Daher finden sich in vielen astronomischen Kalendern beide Termine: der Übergang der Sonne in ein Sternbild und der davon unterschiedene Übergang in ein Tierkreiszeichen (z.B.: Kosmos-Himmelsjahr, herausgegeben von Prof. Dr. Keller vom Planetarium Stuttgart).

Der Autor schreibt: Diese Abweichung zeigt, wie sich die Grenzen der Sternbilder im Laufe von Tausenden von Jahren verändert haben.

Diese Aussage ist völlig unsinnig. Die Abweichung zwischen Tierkreiszeichen und Sternbildern zeugt von keiner allmählichen Veränderung irgendwelcher Grenzen. Sowohl die Grenzen der Tierkreiszeichen als auch die der Sternbilder wurden von Menschen festgelegt und nicht von der Natur.

Zitat: Durch ein Sternbild zieht sie jetzt etwa einen Monat später als es der Sterndeuter-Kalender anzeigt.

Hier irrt der Autor: Astrologische Kalender basieren nicht auf Sternbildern.

Zitat: … am Donnerstag finden Sie ihn abends im Schlangenträger – dem verlorenen Mitglied des Tierkreises.

Auch dies ist unrichtig. Es wird unterschieden zwischen dem tropischen und dem siderischen Tierkreis. Der tropische Tierkreis ist in zwölf gleichgroße Abschnitte unterteilt und basiert nicht auf Sternenkonstellationen. Eine Konstellation Schlangenträger hat hier also nichts verloren. Und im siderischen Tierkreis ist der Schlangenträger nie verlorengegangen – er ist seit über 2000 Jahren in jedem Sternenkatalog verzeichnet.

Mit freundlichen Grüßen aus Kiel

Martin A. Banger
Astrologe
0431 55110
www.12Zeichen.de

 

Von | 2017-12-15T17:44:51+00:00 Januar 6th, 2017|0 Kommentare