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Project Description

Das Jahr 2012

Für das Jahr des Drachen (23.1.2012 – 9.2.2013) erwartet die chinesische Astrologie große Entwicklungen. Dies ist eine geeignete Zeit, um etwas zu riskieren und wichtige Projekte voranzubringen. Jetzt können deutliche Erfolge erzielt werden. Doch auch wenn der Drache als Glückssymbol gilt, ist dies vor allem eine Zeit der Entscheidungen, in der es ebenso zu großen Verlusten und Niederlagen kommen kann.

Seit einigen Jahren ist viel vom Maya-Kalender die Rede, der 2012 enden soll. Die Interpretation der Symbole und der verschiedenen Kalender-Zyklen der Maya ist jedoch derart umstritten, dass die ganze Angelegenheit nur als höchst spekulativ bezeichnet werden kann. Relativ einig ist man sich, dass einer der Maya-Zyklen um diese Zeit herum endet, was auf einen wichtigen Neuanfang für die Menschheit deuten könnte.

Rückblick / Ausblick

Dass wir uns in einer Phase der Umbrüche und des tiefgreifenden Wandels befinden, ist auch unabhängig vom Maya-Kalender kaum zu übersehen und wird in der westlichen Astrologie dadurch beschrieben, dass alle drei langsam laufenden Planeten kurz nacheinander das Zeichen gewechselt haben und gemeinsam neue Impulse in die Welt setzen. Mit Plutos Eintritt in den Steinbock begann 2008 die weltweite Finanzkrise, die einen grundlegenden Umbruch für das kapitalistische Wirtschaftssystem mit sich bringen wird, möglicherweise dessen Ende.

Uranus´ Aufenthalt im Widder aktiviert seit Anfang 2011 das Unabhängigkeitsstreben der Völker, aber auch rücksichtslose kriegerische Aktivitäten. Die Aufstände im arabischen Raum hängen mit diesem Zeichendurchgang zusammen, ebenso die verheerende Zerstörung Libyens durch die Nato. Neptuns gerade stattfindender Eintritt in sein eigenes Zeichen, die Fische, weist darauf, dass sich unser Bild der Realität in den kommenden Jahren deutlich wandeln wird. Dies kann aus neuen naturwissenschaftlichen Erkenntnissen heraus geschehen, auch durch Entdeckungen und Erfindungen, die vor kurzem noch undenkbar erschienen.

Neptun in den Fischen

Neptun in den Fischen öffnet unsere Wahrnehmung für die feineren Aspekte der Wirklichkeit und fördert unser Mitgefühl für die Unterdrückten und von der Gesellschaft Vergessenen, doch am anderen Ende der neptunischen Skala erwarten uns Drogen, Gifte, Sucht, Täuschung und Betrug. Unter Neptun in den Fischen wurde das Rote Kreuz gegründet und die Sklaverei in den USA abgeschafft, hier begann auch die industrielle Zigarettenproduktion und es wurde der zweite Opiumkrieg gegen China geführt.

Als Neptun 1848 das letzte mal das Zeichen Fische betrat, veröffentlichen Marx und Engels das Kommunistische Manifest, das neben seiner Kritik an der Ökonomie (Jungfrau) auch eine Idealisierung (Fische) der Arbeiterklasse (Jungfrau) darstellt. Jetzt, gerade als Neptun wieder in die Fische tritt, wird Marx – was noch vor ein, zwei Jahren völlig undenkbar gewesen wäre – von konservativen Wirtschaftsfachleuten zitiert und als vorausschauender Visionär beschrieben. Nouriel Roubini, ehemaliger Berater des US-Finanzministeriums in einem TV-Interview im August 2011: „Karl Marx hatte recht“. Damit sei nicht gesagt, dass Marx oder Roubini recht oder unrecht hätten, sondern dass zu bestimmten Zeiten bestimmte Ideen und Visionen Konjunktur haben.

Neptuns Eintritt in die Fische lässt Entwicklungen erwarten, „die in Bezug auf die Verfügbarkeit und Nutzung von Erdöl entscheidende Änderungen mit sich bringen“, schrieb ich im vergangenen Jahr. In der derzeit weltweiten Nutzung von Agrarflächen zur Biodieselproduktion sehe ich bereits einen Hinweis auf solch einen Umbruch. Grade hier wird Neptuns Bezug zu Täuschung und Vergiftung deutlich: Was als umweltschonende Politik propagiert wird, fördert den Hunger in der Welt und vergiftet fruchtbares Ackerland durch den extremen Einsatz von Pestiziden.

Neue wissenschaftliche Erkenntnisse und technischer Fortschritt werden in der Regel Uranus zugeordnet, doch auch Neptun spielt hier eine Rolle, besonders wenn es um das Erkennen einer Wirklichkeit hinter der scheinbaren Wirklichkeit unserer Sinneswahrnehmungen geht, und durch neuerkannte Naturgesetze unsere bisherige Vorstellung von „Wirklichkeit“ ins Wanken gerät.

Auch die Meldung von überlichtschnellen Neutrinos, die die Wissenschaft derzeit in Aufregung versetzt, passt zur Thematik. Astrologisch ist es unwichtig, ob Neutrinos tatsächlich schneller als Licht sind oder ob ein Interpretationsfehler vorliegt. Die Verunsicherung, die dafür sorgt, neue Visionen über die Wirklichkeit zu erschaffen, ist Neptuns Domäne.

Auflösung der Grenzen: Zur Thematik des Fischeneptun passt die aktuelle Meldung über britische Forscher, die inzwischen über 150 verschiedene Mensch-Tier-Kreuzungen im Embryonenstadium produziert haben sollen.

Jupiter in Widder, Stier, Zwillinge

Von Januar bis Juni 2011 lief Jupiter durch den Widder, und ich hatte im vergangenen Jahr darauf hingewiesen, dass „kurze und heftige militärische Einsätze“ zu dieser Zeit passen. Als im März auch Uranus in das Zeichen des Kriegsgottes wechselte, begann die Nato mit der Bombardierung Libyens. Kurz nach Jupiters Übergang in den Stier kündigten im Juni mehrere Länder an, sich aus diesem Krieg zurückzuziehen.

Jupiter im Stier (Juni 2011 bis Juni 2012) betrifft vor allem die Themen Wirtschaft und Finanzen. Diese Kombination spricht zwar von Fülle und Wachstum, sie ist aber insgesamt widersprüchlich und nicht nur positiv zu werten. Für Geschäftsneugründungen ist diese Zeit geeignet, betroffen sind aber auch das Wachstum der Preise (Inflation) und das der Geldmenge. Beide Faktoren sind in den vergangenen Monaten dramatisch in die Höhe geschnellt. Schon jetzt kann Deutschland für 2011 die höchste Inflationsrate seit Jahren aufweisen. Stier regiert die Finanzen und Jupiter will hoch hinaus: für die Summen, die für die sogenannten finanziellen Rettungsschirme zur Verfügung gestellt werden sollen, werden immer atemberaubendere Zahlen genannt.

Jupiter in den Zwillingen (Juni 2012 bis Juni 2013) wird nicht so auffallend von sich Reden machen. Diese Zeit ist günstig für Verhandlungen, Verträge, Veröffentlichungen und die Gründung von Verbänden.

Saturn in Waage und Skorpion

Vor zwei Jahren schrieb ich zu Saturn in der Waage: „Da Waage auch als Zeichen sozialer Gerechtigkeit gilt, kann es zu Demonstrationen und Rebellion gegen herrschendes Unrecht, insbesondere gegen unsoziale Gesetze kommen.“

Selbst die weltweiten Massendemonstrationen, die Anfang der 1980er unter Saturn in der Waage stattfanden, können nicht mit dem mithalten, was zurzeit passiert. Ob AKW-Gegner in Japan, Regierungskritiker in Israel oder Pro-Gaddafi-Märsche in Tripolis – momentan scheint es kaum einen Tag zu geben, an dem es nicht irgendwo auf der Welt zu einer Massendemonstration kommt.

Tel Aviv erlebte die erste Großdemonstration seiner Geschichte mit 300.000 Teilnehmern, in Chile gingen 100.000 für ein besseres Bildungssystem auf die Straße, in England über eine halbe Million gegen die Sparmaßnahmen der Regierung, in Portugal aus dem gleichen Grund 180.000. Athen ist durch Demonstrationen lahmgelegt, im Juli demonstrierten unabhängigen Beobachtern zufolge bis zu 1,7 Millionen Menschen in Tripolis für Gaddafi, seit Monaten protestieren die Menschen in den USA gegen die Macht der Banken. Inzwischen hat die Occupy-Walstreet-Bewegung in mehr als 1400 US-Städten Demonstrationen durchgeführt und am 15. Oktober fanden weltweit in 662 Städten Demonstrationen und Kundgebungen für einen Wandel statt.

Dass diese Tendenz diesmal besonders deutlich ausfällt, liegt auch daran, dass Saturns Gegenspieler Uranus sich im gegenüberliegenden Zeichen aufhält und die Stimmung sozusagen aufheizt. Im Oktober 2012 wechselt Saturn für zweieinhalb Jahre in den Skorpion. Es besteht die Gefahr, dass Proteste, die jetzt noch überwiegend friedlich verlaufen, dann eskalieren. Unter Saturn im Skorpion werden sich Fronten verhärten, Gruppen hinter den Kulissen werden versuchen, die Kontrolle zu übernehmen, allgemein haben Geheimdienste ihre große Stunde. Kurz nachdem Saturn das letzte mal in den Skorpion trat, stand die Welt am Rande eines Atomkriegs: In der UdSSR wurde aufgrund eines Fehlalarms der Countdown eines atomaren Schlags gegen die USA ausgelöst. Dieses Ereignis wurde der Öffentlichkeit erst 14 Jahre später mitgeteilt.

Die Weltfinanzkrise wird sich spätestens mit Saturn im Skorpion zuspitzen. Denkbar ist allerdings, dass dann auch erste konkrete Lösungen am Horizont auftauchen, da Saturn im Bereich der Gemeinschaftsfinanzen (Skorpion) aufräumt.

Aspekte

Es gibt nur einen auffallenden Planeten-Aspekt in 2012, der aber zählt zu den deutlichsten Anzeichen für harte Konflikte und einschneidende Umbrüche. Uranus und Pluto, die beide allein schon drastische Veränderungen ankündigen, wenn sie aktiv werden, stehen im Quadrat, also in Spannung zueinander. Ungewöhnlich an dieser Konstellation ist, dass sie sehr lange vorliegen wird, und zwar von Mitte 2012 bis Anfang 2015.

Uranus-Pluto steht für harte Umbrüche, Rebellion gegen die alte Macht, für Krisen, Aufstände und Revolutionen. Der aktuelle Uranus-Pluto-Zyklus begann mit der Konjunktion in der Jungfrau in den Jahren 1965 und ´66, in einer Zeit der Staatsstreiche und Militärputsche, der Studenten- und Rassenunruhen und zu Beginn des US-Vietnamkrieges.

Unter Uranus-Pluto gelangte Hitler an die Macht (Quadrat 1933), erklärte Russland dem Osmanischen Reich den Krieg (Quadrat 1877), führten acht Staaten Krieg gegen China (Boxeraufstand, Opposition 1901). Während dieser Konstellation traten große Erdbeben auf und es kam zu einigen spektakulären Brückeneinstürzen. Und diese Konstellation fällt fast immer mit Wirtschaftskrisen zusammen. Ich hatte im vergangenen Jahr prognostiziert, dass die derzeitige Wirtschaftskrise im Jahr 2012 auf einen neuen Höhepunkt zusteuert und hatte dabei diesen Aspekt im Sinn.

Uranus will einen Umbruch für das, was zu starr und zu mächtig geworden ist (Pluto). Pluto verlangt Kontrolle über das Chaos (Uranus). Während eines kritischen Aspektes dieser Prinzipien baut sich eine ungeheure Spannung auf, die dafür sorgen wird, dass Veränderungen in Bereichen stattfinden, die wir lange für unveränderlich hielten. Der Versuch, zusammenbrechende Systeme aufrechtzuerhalten, kann in dieser Zeit nicht gelingen. Ich denke hier an die finanziellen Rettungspläne, aber auch an die sich wandelnden Machtverhältnisse in der Welt.

Länderhoroskope

Mit Saturn im vierten Haus (Ende 2010 bis Ende 2015) muss Deutschland im eigenen Lande aufräumen. Das vierte Haus betrifft das Heim / die Heimat, die Stimmung der Bevölkerung, das Gefühl von Sicherheit, allgemein die Ordnung im Lande. Die Unzufriedenheit mit den etablierten Parteien war nie so hoch wie jetzt, was sich auch darin spiegelt, dass eine Newcomer-Partei es ohne ein ausgegorenes Programm geschafft hat, in ein Landesparlament zu kommen. Mit Jupiter im zehnten Haus des Deutschland-Horoskopes hat unsere Regierung andererseits deutliche Erfolge in der Außenpolitik (März 2011 bis März 2013): der Euro-Rettungsschirm konnte gegen den erklärten Willen Frankreichs durchgesetzt werden. The Washington Post vom 23.10.11: „Die Wirtschaftskrise hat die Rollenverteilung in Europa aber durcheinander gewirbelt, und Deutschland bestimmt jetzt wieder zunehmend, wo es langgehen soll.“ Und: „Im Kanzleramt reift die Einsicht, dass jetzt die Zeit für große Pläne gekommen ist.“

Es besteht immer die Gefahr, dass man sich dem jupiterischen Bereich übermäßig zuwendet, um den saturnischen nicht konfrontieren zu müssen, doch diese Taktik funktioniert nie über einen längeren Zeitraum. Da Pluto im kommenden Jahr die Sonne Deutschlands aspektiert (die am Beginn des vierten Hauses steht), sind außerordentliche Spannungen für unser Land zu erwarten, die sich auch innerhalb der Regierung zeigen dürften und möglicherweise zwischen Volk und Regierung. Wie das genau aussehen wird, sagt uns die Astrologie nicht, aber diese Spannungen werden uns bis Ende 2013 begleiten und haben während der nächsten Bundestagswahl einen ihrer Höhepunkte (September 2013).

USA

Im vergangenen Jahr schrieb ich: „Für die USA wird 2011 ein kritisches Jahr, in der Hinsicht, dass es zu Spannungen zwischen Regierung und Bevölkerung kommen kann. Dieser Trend wird noch länger vorliegen, und eine Regierungskrise innerhalb der kommenden zwei Jahre ist nicht auszuschließen.“ Die landesweiten Demonstrationen bestätigen diese Prognose, ebenso die autoritären Reaktionen der Behörden (Verbot von Lautsprechern, nächtliche Ausgangssperren), und die zum Teil brutalen Übergriffe der Polizei. Ich wies auch auf den Übergang Plutos in das zweite Haus (Finanzen) der USA hin, der in 2012 stattfindet. Auch diesen Faktor sehe ich als Hinweis auf eine bevorstehende Verschärfung der Weltfinanzkrise.

Ich hatte für 2011 auf die Spannungen in den Horoskopen Pakistans, Indiens, Irans, Jemens, Neuseelands, Venezuelas, Libyens, Ägyptens und Australiens hingewiesen.

Australien erlitt im Januar die größte Flutkatastrophe seiner Geschichte, Neuseeland im Februar eines seiner schwersten Erdbeben, in Ägypten kam es zur Revolution, im Jemen zu schweren Aufständen und Libyen wurde weitgehend zerstört. Aufgrund der permanenten Drohnenangriffe seitens der USA kam es zum offenen Bruch mit dem ehemaligen Verbündeten Pakistan. Da Pakistan seit Neuestem Allianzen mit China eingeht, sieht Indien sich bedroht und hat den größten Militärauftrag seiner Geschichte ausgeschrieben, was wiederum zu einem Eklat mit Washington führte. Der Iran sieht sich mit den Vorwürfen eines Komplotts gegen Saudi-Arabien konfrontiert, was die Wahrscheinlichkeit eines US-Angriffes wieder einmal erhöht. Auch Venezuela rüstete 2011 massiv auf, um sich gegen einen möglichen Angriff der USA zu wappnen. Der nächste Putschversuch durch die USA soll Beobachtern zufolge bereits vorbereitet werden.

Länder, für die 2012 besondere Spannungen vorliegen, sind Griechenland, Ägypten, Libanon, Jemen, Somalia, Venezuela, Indien, Pakistan, Indonesien, Australien und Neuseeland.

Martin A. Banger, im Oktober 2011

In eigener Sache

Wenn wir feststellen, dass sich prognostizierte Trends im Weltgeschehen deutlich zeigen, kann dies den Eindruck erwecken, Entwicklungen wären festgelegt und vorhersehbar. Dies trifft jedoch nur auf Teilaspekte zu, vor allem auf die generelle Stimmung und auf die Richtung, in die die Dinge sich entwickeln. Das Kollektiv, also ein Staat, eine Gesellschaft, eine Firma, reagiert schwerfälliger als eine Einzelperson. Wo wir uns als Person einem Entwicklungsprozess bewusst stellen können, ihn möglicherweise selbst suchen, kann die Masse dies nicht.

In der Auseinandersetzung mit Ihrem persönlichen Horoskop und Ihren aktuellen Trends lege ich Wert darauf, Ihr Potential herauszustellen und Entscheidungsspielräume aufzuzeigen.